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Es war ein riesen Fest – das 40 Jahre Jubiläumsevent am Rechberg
Zigtausende Fans feierten ihre Helden und wurden mit tollem Motorsport belohnt.

Bereits Donnerstagnachmittag verwandelte sich der kleine Ort Tulwitz am Fuße des Rechbergs in ein hochkarätiges Fahrerlager mit über 200 Rennteams.
Das Fahrerlager platzte aus allen Nähten, doch das Paddock Team des StAMK Mürztal organisierte die vielen Trucks, Transporter, Wohnmobile und Anhänger vorbildlich und so konnten am Freitag über 200 Rennwagen zur technischen Abnahme in die Garagen der FF Tulwitz gerollt und von den FIA und OSK Technikern genauestens gecheckt und abgenommen werden. Auch zur administrativen Abnahme mussten alle Fahrer höchstpersönlich erscheinen. Dies gab dem Publikum die erste Gelegenheit, die Piloten aus nächster Nähe zu erleben und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. „Ohne Renndress sehen diese Spitzensportler aus wie Du und Ich“, wunderten sich viele. Freundlich und bereitwillig wurden Autogramme geschrieben, Fragen beantwortet und für Fanfotos posiert. Es war natürlich auch Vorsicht geboten, die Boliden konnten einem schon mal gefährlich nahe kommen, denn ohne Motorengeräusche, da die meisten Rennfahrzeuge von den Teammitgliedern geschoben wurden, glitten diese einfach an einem vorbei.
Bei Sonnenuntergang zogen sich die Piloten dann in Ihre vier Wände zurück (ob Truck, Wohnmobil oder Hotelzimmer) und die „Check in Party“ im großen Festzelt begann.
Hier wurde bis 4 Uhr früh gefeiert und der eine oder andere Partygast hatte Mühe am Samstagmorgen pünktlich um 8.30 zum Showprogramm vor dem Training, welches um 9 Uhr begann, noch einen „First Row“ Platz an der 5 Kilometer langen Naturtribüne des Rechbergs zu ergattern. Gut ausgeschlafene Fans reisten bereits um 7 Uhr früh mit Partyzelt, Campingstühlen und Kühltaschen an, um sich die besten Plätze zu sichern und einen spannenden Trainingstag optimal versorgt genießen zu können.
Die Boliden des Projektes Spielberg heizten die Stimmung vor den Läufen an.
Als erstes Fahrzeug startete der X-Bow mit Nick Mayr Melnhof als Driver und der Inhaber des „Heißen Sitzes“ durfte Cabrio Feeling in einem Rennwagen auf gesperrter Rennstrecke erleben. Als zweites startete der Mitsubishi Evo aus dem Red Bull Stall, pilotiert von Reini Schlegl und das dritte Fahrzeug war der M3 mit dem 3fachen Driftstaatsmeister Alois Pamper, natürlich ebenfalls mit Copiloten. Danach folgte Motorendonner der Extraklasse, denn als viertes Fahrzeug ging das NASCAR mit Patrick Friesacher an den Start.
Die Geräuschkulisse dieses Rennfahrzeuges kann man nicht beschreiben, man muss es erlebt haben – Motorsportfreaks wie uns stellte es die Haare kerzengerade in die Höhe und die Show die geboten wurde war unheimlich faszinierend. Die Roten Bullen drifteten, sprinteten, schwammen (ja, das geht – mit einem Nascar) und fabrizierten Donuts noch und nöcher in den Kurven der Rennstrecke im wunderbaren Almenland. Die Fans tobten, die Piloten freuten sich und die glücklichen Inhaber des Special V.I.P. - Passes, welcher die Mitfahrt in einem der Boliden sicherte, erlebten den wahrscheinlich größten Adrenalin - Kick ihres Lebens und der Jubel des Fans drang bis in die Cockpits.
Nach der Rückkehr der Bulls in den V.I.P. Bereich bei der Firma ATEC in der Schlossgoldkurve begannen die Trainingsläufe der Bergeuropameisterschaft und wieder einmal wurde jeder der über 200 Piloten aus 12 Nationen vom Jubel der Massen die Strecke hinauf auf den Rechberg begleitet.
In den Kategorien der historischen Fahrzeuge begannen selbstverständlich die geliebten Pucherl, welche den großen Vorteil haben, aufgrund ihrer Fahrzeugbreite, in gerader Linienführung durch die Schikane rasen zu können.
Es folgten die Tourenwagen, von A wie Alfa, F wie Fiat, Ferrari und Ford bis VW, die 2002er BMWs, der Käfer und natürlich die schönen Porsche 911er and so on…
Weiter ging es mit den historischen Rennwagen, Osella PA9 und 10, Shrike P16, Formel Easter, Formel Ford, Lola, Merlyn und Chevron. Im Gesamtklassement des Rennens gewann Uberto Bonucci (I) auf seinem Osella PA 9/90 mit Gesamt 4:38.776, der 2. Platz ging an Peter Behnke (A) auf seinem Behnke Condor mit 4:49.102 und den dritten Platz sicherte sich Friedrich Huber (A) mit dem Lola T328 SV mit einer Gesamtzeit von 5:00.114 in beiden Läufen, also für 10,1 Kilometer. Direkt danach, auf den undankbaren 4. Platz, aber noch immer sehr schnell mit 5:00.154 mit dem Porsche 935, direkt nach den Rennwagen, fuhr Jean Marie Almeras (F), dessen Routine sich also wieder einmal unter Beweise stellte.
Die Gruppe N wurde natürlich von den Evos dominiert, die Civics hielten in den niederen Hubraumklassen ausgezeichnet mit, konnten sich aber im Gesamtklassement gegen die Rennautos der Klasse über drei Liter Hubraum nicht behaupten. So ging der Gruppensieg an Dusan Borcovic aus Serbien, vor Oskar Benes (CZ). Die österreichischen Fahnen in der Klasse +3000 ccm hielt Hannes Zenz aus Tragöß mit einem hervorragenden dritten Platz, bei seinem ersten Antritt auf dem Rechberg, hoch und wurde auch dementsprechend von den Fans gefeiert.
In der Gruppe A, in der es um die Führung in der Europameisterschaft ging, kam es zu einem Duell zwischen Christian Schweiger (Stubenberg) und Roger Schnellmann (CH). Dieses gewann Christian mit über 4 Sekunden Vorsprung und den dritten Platz belegte, Stefan Wiedenhofer ebenfalls aus Österreich.
Die KTM X-Bows hatten natürlich nicht nur im Vorprogramm ihren Auftritt am Rechberg, es starteten sechs der Hightechrenner aus der KTM Schmiede und lieferten sich ein packendes klasseninternes Duell. Dieses konnte Dominik Olbert, der Chef persönlich, für sich entscheiden.
Nun schmierten die Bergrallyefans ihre Kuhglocken, Fahnen und Lufthörner, denn die am stärksten besetzte Gruppe E1/OSK startete die Triebwerke.
Gleichzeitig mit dem Anstieg der Hubraumklassen verringerten sich die Laufzeiten, bis in der Königklasse die Erde bebte und zuerst Rupert Schweiger eine Traumzeit (2:13.438) hinlegte. Diese konnte weder von Felix Pailer noch von Herbert Pregartner unterboten werden. Nur Hans-Peter Laber, schon Halbpensionist am Berg, zeigte seine überragende Routine und jagte seinen Ford Gabat Cossy in 2:12.302 den Berg hoch. Die Fans waren aus dem Häuschen, bis der Hausherr an den Start rollte. Erich Edlinger mit seinem BMW 320 IRL Evo mit den 570 Pferdchen unter der Haube, zeigte allen, dass er am Fuße des Rechbergs wohnt. Perfekte Linienwahl und Fahrzeugbeherrschung vom Feinsten ließen die Uhr bei 2:07.517 stoppen. Eine Traumzeit, welche den Streckensprecher Wolfgang Ortner und die Fans zu Begeisterungsstürmen hinriss. Diese Marke konnte von keinem Tourenwagen mehr unterboten werden.
Nun ging es ans Eingemachte. Der Start der CN und DE/2 stand bevor. Der Vorstartbereich in Tulwitz kann mit keinem Formel 1 Rennen verglichen werden, denn gegen das Starterfeld am Rechberg ist eine Formel 1 Startaufstellung schwer unterbesetzt.
34 Rennwagen wurden von der Startlinie bis weit hinaus in das Fahrerlager vom Vorstartteam aufgestellt. Cirka 15000 PS auf 250 Metern Vorstartbereich. Nun konnte man die Spannung spüren, die Piloten hoch konzentriert, letzte Safety-Checks durch Kommissare, Teammitglieder und Betreuer und die Jagd nach der Tagesbestzeit konnte beginnen. Es knisterte und donnerte gleichzeitig und ein Bolide nach dem anderen wurde im 30 Sekundentakt auf die Strecke geschickt.
Ein optisches und akustisches Highlight war das Dallara Indicar IRL 9 von Hubert Galli, welcher aber trotz Methanol im Tank nicht um den Tagessieg mitfighten konnte. Die Bestzeiten verbesserten sich mit jedem Starter von 2:08.864 bis der Titelverteidiger und mehrfache Europameister Simone Faggioli mit seinem Osella FA 30 an den Start gerollt wurde. Mit einer Traumzeit von 1:55.967 kratzte er bis auf 3 Zehntel an seinem eigenen Streckenrekord und war wieder einmal das Maß aller Dinge am Rechberg. Die Hoffnung auf einen neuen Streckenrekord im 2. Heat war also durchaus berechtigt.
Einer der Mitfavoriten, Milan Svoboda aus Tschechien, welcher das Rechbergrennen eigentlich zu Feinabstimmungs- und Einstellungsarbeiten an seinem Lola T96/50 für die kommenden FIA – Challenge-Rennen nutzen wollte, kam mit knapp 200 km/h auf der Harrer Höhe kurz mit der Leitplanke in Kontakt. Bei dieser Geschwindigkeit konnte das ausbrechende Fahrzeug nicht mehr korrigiert werden und er musste als Passagier miterleben, wie sein Lola nach mehreren Drehern und Überschlägen total zerstört in der Wiese liegen blieb. Milan blieb unverletzt, wurde aber, von sofort eintreffenden Notärzten zwangsweise ins Medical Center auf die Rechberghöhe verlegt, wo das Medicalteam unter der Leitung von CMO OA Dr. Wagner und Einsatzleiter Wolfgang Gössler tatsächlich die absolute Unverletztheit feststellte. Ein Dank an Frau Dr. Laura Thurner als NA vor Ort, welche sehr herzlich aber resolut auf den Totalcheck bestand, da die einzige Sorge von Milan nur dem Fahrzeug galt und er beteuerte selbst absolut OK zu sein. Die eingesammelten Einzelteile des Renners wurden nach Ende des 2. Rennlaufes vom Bergeteam des StAMK dem Team Svoboda übergeben.
In diesem Zusammenhang möchten wir die „Souvenirsammler“, welche sich das Lenkrad des Lola „ausborgten“ freundlich ersuchen, dieses an uns zu retournieren, da es für den Fahrer absolut wichtige Telemetriedaten enthält, welche für den Neuaufbau des Fahrzeuges unerlässlich sind. Sowohl der Fahrer, als auch der StAMK Mürztal würden sich dafür erkenntlich zeigen.
Dieser Zwischenfall dürfte die Rekordjagd auf den Rechberg eingebremst haben, denn die letzten vier am Start stehenden Boliden fuhren nicht mehr auf der letzten Rille, sondern waren darauf bedacht, ihre Formelfahrzeuge sicher ins Ziel zu bringen. Der Tagessieg ging unangefochten und mit einer absoluten Traumzeit an Simone Faggioli mit Gesamt 3:52.037, der zweite Platz an Fausto Bormolini mit 4:07.975 und der dritte Platz an Milos Benes mit 4:09.147. Hermann Waldy war etwas unglücklich bei der Wahl seiner Reifen, welche auf die Hitze des Rechbergs nicht vorbereitet waren, rettete jedoch mit seiner Routine den 10. Gesamtrang.

Nach der Rechberg üblichen Rückholung (Dauer 1.5 Stunden) mitten durch die unzähligen, feiernden Fans, die Fahnen schwenkend, singend und applaudierend ihre Stars zurück zum Start geleiteten, begann im Paddock das 30 minütige Parc Ferme der Rennwagen. Für die historischen Fahrzeuge und Tourenwagen war dieses bereits im Zielbereich abgeschlossen worden. Unmittelbar nach Ablauf der Protestfrist begann die Flower Ceremony, bei welcher die drei Sieger der „Historischen“, der „Tourenwagen“ und der „Rennwagenklasse“, sowie der „Schnellen Ladies“ die wohlverdiente Champagnerdusche, umgeben von Fans und Journalisten, genießen durften. Sogar die Abschlusssitzung der Stewards wurde um eine halbe Stunde verschoben, damit die Beobachter der FIA und OSK, vom Fenster des Sitzungssaales aus, dieses Schauspiel miterleben konnten.
Um 19 Uhr fand die offizielle Siegerehrung des EM Laufes am Rechberg im Pfarrsaal in Fladnitz statt. Diese wurde mit einem Film über 40 Jahre Rennen am steirischen Rechberg eröffnet und unser Dank geht an Michi,Markusund Nick für die unzähligen Stunden und nächtelangen Arbeiten, um diesen zusammenzustellen und den Saal sowohl EM-würdig als auch regional-stylisch vorzubereiten. Viele der Rennfahrer waren emotional berührt ihre Carriere im Zeitraffer, auf Film gebannt, zu sehen.
Die schönsten Fotos findet ihr beim
Fotofux, bei den , und natürlich auf 
Das Resümee des RECHBERG…. – Rennens, – Events, – Wochenendes, – Erlebnisses:
Es war ein großartiges Wochenende für Fahrer, Teams, Besucher, Gäste und Fans und wir hoffen, dass wir das 40 Jahr Jubiläum würdig und gebührlich für alle Mitwirkenden des Großen Bergpreis von Österreich vorbereiten und abwickeln konnten.
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und….
SEE YOU ON RECHBERG 2013
Wenn der Berg wieder zur Tribüne wird!
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Für das Team des
StAMK ZV Mürztal Motorsport
Barbara Seitinger
Anmerkung: Ich habe alles versucht, aber gegen die PS-Monster war ich, mit meinen 120 cavalli, chancenlos. Ciao amici,
Giulietta 
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